Welcher Boden ist für Sie der passende? Ein Ratgeber von Ihrem Holzfachhandel

Als Holzfachhandel versorgen wir seit vielen Jahren unsere Kunden im Großraum München mit den schönsten Bodenbelägen von günstig bis Premium. Dabei erleben wir immer auch die Entscheidungsprozesse unserer Kunden bei der Auswahl. Manche wissen schon ganz genau, welchen Bodenbelag sie brauchen. Andere wiederum tun sich schwer mit der Auswahl, gilt es doch, eine ganze Menge an Kriterien dabei zu berücksichtigen. Und nicht zuletzt stellt sich immer die Frage: Habe ich bei meiner Wahl auch an alles gedacht? Denn es gibt nicht den „besten“ Bodenbelag – aber womöglich den am besten passenden für Ihre Ansprüche. Um Ihnen schon im Vorfeld ein wenig zu helfen, haben wir einen Ratgeber zusammengestellt, der die wichtigsten Entscheidungskriterien für den Bodenkauf betrachtet und Empfehlungen gibt, welche Böden dazu am besten passen.

Entscheidungskriterien beim Bodenkauf

Optik und Stil

Geht es um das Aussehen des Bodenbelags, können Sie mit Ihrem Geschmack natürlich noch am besten urteilen. Doch gibt es auch hier durchaus Feinheiten, an die man nicht immer denkt. (Da hilft natürlich immer das Gespräch mit einem erfahrenen Fachberater). Dadurch, dass der Boden eine prägende Rolle spielt, sollte man ihn jedenfalls gut abstimmen mit der restlichen Einrichtung. Soll der Boden eher dezent sein und die übrige Inneneinrichtung wirken lassen? Oder selber eine Hauptrolle spielen, z.B. mit einem markanten Dekor und/oder einem großen Dielenformat?

Ein besonderer Hingucker: das großzügige Landhausdielenformat! Diese Optik gibt es für fast alle gängigen Bodensorten: Laminat, Parkett, Massivholzdielen (sogar als extragroße Schlossdielen), Vinyl.

Wie „einzigartig“ soll der Boden sein?

Im Zusammenhang mit der oben angeführten Frage nach Stil und Optik möchten Sie vielleicht einen Bodenbelag finden, der „überraschend anders“ ist als die gewohnten Stile. Diese Einzigartigkeit kann sowohl in einer selteneren Bodensorte gefunden werden (z.B. ein exquisiter Korkboden oder betont ursprüngliche Massivholzdielen), in einer markanten Oberflächenbearbeitung, avantgardistischen Optiken bei Laminat und Vinyl oder, bei Parkett, bei einer selteneren Holzart.

Trend-Tipp: Parkettböden mit „strukturierter“ Oberfläche – also nicht glatt, sondern spürbare Höhen und Tiefen mit echtem Retro-Flair.

Der Preis des Bodens und sein Werterhalt

Natürlich wird die Wahl des Bodenbelags maßgeblich beeinflusst durch das Budget, welches man dafür vorsieht. Sowohl das Besondere, Exquisite, als auch die reine Qualität und langfristige Haltbarkeit haben ihren Preis! Seien Sie skeptisch bei allzu niedrigen Preisen, denn leider bekommt man im Leben eher wenig geschenkt. Interessant können allerdings Aktionen und Abverkäufe von hochwertigen Bodenbelägen sein. Allerdings – vor allem bei seinem Eigenheim – ist der Bodenkauf auch eine Investition, die den Wert der Immobilie steigert.

Böden mit besonderer Exklusivität und anhaltendem Werterhalt: Edle Parkett- und Dielenböden, die mit den Jahren an Charme und „Patina“ gewinnen. Echtes Vintage-Feeling!

Die Natürlichkeit des Bodens

Viele unserer Kunden möchten einfach natürliche Materialien verwenden – was wir gut verstehen können! Da kann das Laminat und Vinyl mit Holzoptik noch so atemberaubend echt aussehen, da geht es dann einfach ums Prinzip. Oder Sie haben einfach Freude am Exklusiven, Besonderen, etwa mit der Wahl einer seltenen und teuren Holzart beim Parkett.

Klassische Naturböden: Parkett, Massivholzdielen und Korkböden

Bedarf an Reinigung und Pflege

In unserer schnelllebigen Zeit suchen unsere Kunden immer mehr auch das Praktische und Unkomplizierte. So sollten Sie auch vorher überlegen, ob Sie einen Boden suchen, der sich leicht reinigen lässt und ansonsten keine Pflege braucht, oder ob Sie auch bereit sind, etwas mehr Hand anzulegen. Etwa für die Pflege eines edlen Parkettbodens.

Besonders einfach zu pflegen und unkompliziert: Laminat, Design- und Vinylböden

Die Robustheit des Bodens

Auch hier gibt es bei den Böden große Unterschiede. Bei einer großen Familie mit vielen kleinen Kindern, Haustieren, oder auch regelmäßigem Besuch und Partys, sollte man auch den Boden entsprechend wählen. Natürlich auch abhängig von den jeweiligen Räumlichkeiten!

Komfort

Wie warm fühlt sich der Boden an, wie weich ist er? Schließlich ist barfußlaufen gesund! Laminat zum Beispiel fühlt sich wesentlich kälter an als Parkett. Noch wärmer und weicher ist ein Korkboden. Ein weiteres Kriterium ist auch, inwieweit der Boden den Schall dämpft oder hallen lässt.

Besonders robuste Bodenbeläge: Laminat und Vinyl (letzteres allerdings empfindlich gegenüber schweren Möbeln etc.) Bestimme Parkettausführungen mit lackierter Oberfläche.

Hygiene, Wohngesundheit und Nachhaltigkeit

Nicht nur Allergiker haben oft besondere Anforderungen an den Bodenbelag. Wie leicht und gründlich lässt er sich reinigen? Besitzt er gar eine gewisse antibakterielle Wirkung? Ein anderes Kriterium, vor allem bei medizinischen Einrichtungen, besteht darin, dass der Bodenbelag sich auch mit Desinfektionsmitteln behandeln lässt. Böden wie Laminat wiederum können sich statisch aufladen, sodass nicht nur unangenehme, leichte Stromschläge möglich sind, sondern auch der Staub angezogen wird. In Punkto Wohngesundheit geht es darum, inwieweit gesundheitsgefährdende Stoffe involviert sind. Mit bewährter Markenqualität ist man sicherlich schon auf einem guten Weg, doch kritische Konsumenten suchen oft nach absoluter Unbedenklichkeit – etwa bei der Wahl von Designböden, die im Gegensatz zu Vinyl ganz ohne PVC auskommen.

Geht es um Nachhaltigkeit, sind Böden aus Holz besonders wertvoll, vor allem wenn sie aus verantwortungsvoller Forstwirtschaft stammen. Hier wird sogar mehr Holz neu angebaut, als entnommen wird! Die Produktion von Holzböden wiederum benötigt im Vergleich weniger Energieeinsatz – ebenfalls ein Beitrag zur Ökologie.

Austausch und Renovierungsfähigkeit

Suchten unsere Kunden früher überwiegend nach Bodenbelägen, die möglichst „ewig“ halten, gehört es heutzutage mittlerweile immer zum Wohnkonzept, dass man sich in gewissen Abständen auch einmal einen neuen Boden gönnt. In diesem Fall greift man gerne zu günstigeren Böden, die sich einfach verlegen und auch wieder austauschen lassen. Schwimmend verlegtes Laminat oder auch Fertigparkett lassen sich ruckzuck wieder entfernen. Verklebtes (Stab-)Parkett oder ein Massivholzdielen-Boden auf einer Unterkonstruktion macht da schon mehr Arbeit.

Natürlich schätzen die Käufer von Massivholzdielen und Parkett nach wie vor, wie diese über die Jahre an Charakter und Reife gewinnen wie ein guter Wein. An einem exklusiven Holzboden kann man über viele Generationen Freude haben! Und bei Bedarf kann man ihn mehrfach abschleifen und wieder aufbereiten.

Einfach auszutauschen: schwimmend verlegtes Laminat, Vinyl, Design-Böden und Fertigparkett.

Renovieren und aufbereiten lassen sich: Parkett, Massivholzdielen, Kork.

Einfache Verlegung des Bodenbelags

Geht es um Ihren neuen Boden, können Sie natürlich viel Geld sparen, indem sie ihn selber verlegen. Böden wie Fertigparkett und -vinyl oder Laminat lassen sich mit ein wenig handwerklichen Geschick auch gut selbst verlegen, bei anderen Böden bzw. Bodenausführungen kann die Herausforderung schon größer sein. Auch das Verkleben eines Bodenbelags, welches viele Vorteile bietet, ist nur für Fortgeschrittene oder den Fachmann bzw. die Fachfrau.

Eignet sich der Boden für eine Fußbodenheizung?

Wenn Sie bereits eine Fußbodenheizung besitzen, prüfen Sie unbedingt, ob der Boden sich dafür (gut) eignet. Fragen Sie im Zweifelsfall lieber den Fachberater und lesen sie vorher die Hinweise des Herstellers. Wenn Sie sowohl Boden als auch Fußbodenheizung neu installieren möchten, achten Sie am besten auf eine Heizung, welche speziell für den Betrieb unter Ihrem Wunsch-Boden konzipiert wurde. (Mehr Infos finden Sie übrigens in unserem Ratgeberartikel zum Thema Parkett und Fußbodenheizungen!)

Einfach (schwimmend) zu verlegen lassen sich: Laminat, Fertigparkett, Vinyl- und Designböden, Klick-Kork

Feuchtraumeignung

Hätten Sie gerne eine Alternative zu kalten Fliesen im Bad? Tatsächlich eignen sich viele Bodenbeläge bzw. Spezialausführungen auch für Feuchträume. Selbst Parkett kann verwendet werden! Allerdings ist bei den meisten Bodenalternativen für Feuchträume eine absolut fachgerechte Verlegung unerlässlich.

Tipp für Feuchträume: Massivvinyl

Die Bodenbeläge und ihre Stärken in Bezug auf die genannten Kriterien

Im Folgenden möchten wir nun die einzelnen Bodenbeläge betrachten in Hinblick darauf, inwieweit sie den ausgeführten Kriterien entsprechen.

Massivholzdielen und Parkett

Wenn es diese Bodensorten auch schon erstaunlich günstig gibt, können Sie insbesondere hier echte Exklusivität finden, welche man den Böden auch ansieht. Ob edle Holzarten in großem Dielenformat oder auch aufwändige Oberflächenveredlungen, diese Böden können zum heimlichen Star der gesamten Inneneinrichtung werden. Sie punkten mit dem Charme des Natürlichen, Nachhaltigkeit, und ein hoher Preis korrespondiert auch mit einem stabilen Werterhalt. Dafür brauchen Sie mehr Pflege, und auch die Verlegung von Massivholzdielen und (Stab-)Parkett ist aufwändiger. Massivholzdielen können Sie nicht über einer Fußbodenheizung verlegen.

Laminat

Dieser Bodenbelag begeistert durch seine Vielseitigkeit. Bei Optik und Stil gibt es vermutlich keinen Bodenbelag, der mehr unterschiedliche Dekore bietet – nicht nur die verschiedensten Holzoptiken, sondern auch phantasievolle bis verrückte Designs für absolute Individualisten. (Einfach mal nachfragen beim gutsortierten Holzfachhandel). Beliebt ist Laminat weiterhin für seinen vergleichsweise günstigen Preis, die einfache Verlegung, eine hohe Robustheit (abhängig von der Nutzungsklasse), den geringen Bedarf an Reinigung und Pflege sowie die einfache, schwimmende Verlegung per Klick-System. Dafür nicht so komfortabel: vergleichsweise hart und kalt. Und die Oberfläche ist lediglich aus Kunststoff.

Vinyl- und Designböden

Vinylböden sind einem Laminatboden sehr ähnlich. Beide mit einer Kunststoffoberfläche, einfach zu verlegen (Fertigvinyl), beide pflegeleicht und robust. Im Vergleich ist Vinyl allerdings noch weicher, wärmer und komfortabler, es schluckt den Raumschall besser. Die dicke Vinylschicht erlaubt noch authentischere Dekore – selbst vom Experten kaum noch von echtem Holz zu unterscheiden! Obwohl das PVC von Marken-Vinylböden komplett ohne schädliche Weichmacher auskommt, setzen viele Kunden alternativ auf einen wohngesunden Designboden aus einem Kunststoff wie PET, welches man von Mehrwegflaschen kennt. Vinylböden gibt es auch als Massivvinyl (besonders feuchtraumgeeignet) und als renovierungsfreundliche Klebesheets.

Korkböden

Ein wirklich toller Bodenbelag mit vielen Vorzügen, bei dem die Kunden vielleicht nur entdecken sollten, dass es noch andere Dekore und Farben gibt als die klassische goldbraune Korkoptik von Pinnwänden, die nicht jedermanns Geschmack ist. Mit attraktiven Färbungen von cremeweiß bis Mokka und Nugat ist Kork ein hochwertiger Boden, der zum einen eine große Natürlichkeit besitzt, zum anderen aus der Masse der gewohnten Bodenoptiken klar heraussticht. Und die „inneren Werte“ sind eh unschlagbar. Kork ist dank Millionen kleiner Luftbläschen äußerst weich und elastisch, gleichzeitig dämmt er die Wärme und fühlt sich dadurch angenehm warm an. Der perfekte Bodenbelag für das gesunde Barfußlaufen! Kork ist antistatisch, einfach zu reinigen und damit äußerst wohngesund. Allerdings ist je nach Oberflächenversiegelung auch ein gewisser Pflegebedarf vorhanden.

Konnten wir Ihnen ein wenig weiterhelfen? Weitere Fragen rund um die verschiedenen Bodenbeläge und ihre Stärken beantworten wir Ihnen auch gerne im Fachmarkt vor Ort in Kirchseeon östlich von München.